Reform der Riester-Rente

Reform der Riester-Rente

MIT fordert attraktive neue Zulagenrente

PRESSEMELDUNG

Samstag, 9. Juli 2016

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) fordert eine grundlegende
Reform der Riester-Rente. Sie soll zu einer attraktiven neuen Zulagenrente weiterentwickelt
werden. Dazu schlägt der MIT-Bundesvorstand einen Freibetrag von 100 Euro pro Monat bei der
Grundsicherung im Alter vor. „Wer spart, muss dafür auch belohnt werden“, sagte MITBundesvorsitzender
Carsten Linnemann. Das Ersparte dürfe nicht vollständig mit der Grundsicherung
verrechnet werden. „Unser Ziel ist es, Fehlanreize und Bürokratie zu beseitigen,
Verwaltungsprozesse zu optimieren und auch Nachzahlungsmöglichkeiten zu schaffen.“

Dazu fordert die MIT, die steuerliche Förderhöchstgrenze an die Beitragsbemessungsgrenze zu
koppeln und auf vier Prozent festzusetzen. Seit der Einführung 2002 seien Gehälter, Inflationsrate
und Beitragsbemessungsgrenze gestiegen, nicht aber die Förderhöchstgrenze für die Zulagen zur
Altersvorsorge. Linnemann: „Um die Ziele der Zulagenrente zu sichern, müssen daher Förderung
und Leistung dynamisiert werden.“

Weiterhin sollen Verwaltungsprozesse rund um die Bearbeitung der Zulagen vereinfacht werden.
Die Zuständigkeit für die Berechnung und Zuweisung der Zulagen für die Sparer muss aus MITSicht
auf die Finanzverwaltung übertragen werden. „Dadurch wird auch für den Sparer die
Beantragung der ihm zustehenden Förderung vereinfacht“, so Linnemann. Dies solle im Rahmen
der Verhandlungen der Bund-Länder-Finanzbeziehungen durchgesetzt werden.

Die MIT fordert zudem kundenorientiertere Abläufe und eine Nachzahlungsmöglichkeit.
Linnemann: „Sparer müssen in die Lage versetzt werden, von den maximalen Förderungen und
Leistungen zu profitieren.“ Für schwierige Lebenssituationen solle eine chancen- und risikoorientierte
Lösungsvariante mit reduzierter Beitragsgarantie angeboten werden. Außerdem
fordert die MIT, die Riester-Rente für alle Erwerbstätigen, also auch Selbstständige, zu öffnen,
und die Provisionen für Vertragswechsel auf 150 Euro zu begrenzen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU (MIT) ist mit mehr als 25.000
Mitgliedern der stärkste und einflussreichste parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die
MIT vertritt die Interessen der Mittelständler und setzt sich für mehr Unternehmergeist in der Politik ein.

Kontakt
Hubertus Struck
Referent Kommunikation
MIT-Bundesgeschäftsstelle
Schadowstr. 3
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T: 030 220798-17
F: 030 220798-19
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Bildquelle "Presse": Tim Reckmann/pixelio.de