Gesetzesinitiative von Maas bedroht die Existenz von vielen Reisebüros.

Gesetzesinitiative von Maas bedroht die Existenz von vielen Reisebüros.

Wegner: "Diese Gesetzesnovelle bedroht in gravierendem Ausmaß die Existenz der Reisebüros."

PRESSEMELDUNG

Mittwoch, 23. August 2016

Bernd Wegner MdL (MIT-Landesvorsitzender) und Anja Wagner-Scheid (Landesvorsitzende der Frauenunion) besuchten das Reisebüro Schmidt in Friedrichsthal, um sich die Sorgen an der Basis von Frau Daniela Schmidt- Keskin erläutern zu lassen.

Von links nach rechts: Anja Wagner-Scheid (Landesvorsitzende der Frauenunion Saarland), Bernd Wegner (Landesvorsitzender MIT Saar u. CDU-Mitglied des Saarländischen Landtags), Uwe Munkelt (Vorsitzender der MIT Sulzbachtal, Mitglied der Regionalverbandsvers. f. d.CDU  Sulzbach) und Daniela Schmidt-Keskin (Inhaberin Reisebüro Schmidt, Friedrichsthal). 
 

Reisebüros sollen künftig wie Reiseveranstalter bei Pauschalreisen haften und notfalls auch Rücktransporte organisieren, auch wenn Fluggesellschaften pleite gehen.

Das geht aus einem Referentenentwurf von Bundesjustizminister Maas hervor und damit versetzt er tausende Reisebüros in große Existenznöte und gefährdet viele Arbeitsplätze. Es geht dabei um die Pauschalreiserichtlinie der EU, die im vergangenen Jahr geändert wurde und nun in deutsches Recht umgesetzt werden soll. Beim Verkauf von Einzelleistungen, etwa Flug oder Hotel von unterschiedlichen Anbietern, besteht nun die Gefahr, dass Reisebüros dann rechtlich wie Reiseveranstalter behandelt würden.

Bernd Wegner MdL sagt dazu:

"Diese Gesetzesnovelle bedroht in gravierendem Ausmaß die Existenz der Reisebüros. Der Aufwand und die Kosten, die dadurch entstehen, rechtfertigen in keinster Weise das Vorgehen des Bundesministeriums. Die Kosten für zusätzlichen Versicherungsschutz sind sicherlich am Markt nicht so einfach und vor allem nicht so billig zu finden."

Anja Wagner-Scheid sieht hier eine besondere Gefährdung von Frauenarbeitsplätzen, die gerade in Reisebüros den Hauptanteil der Beschäftigten stellen. "Der durch das Gesetz entstehende zusätzliche bürokratische Aufwand ist ein weiterer Wettbewerbsnachteil", so Anja Wagner-Scheid.

Frau Schmidt-Keskin macht aus ihrer Existenzangst keinen Hehl. Sie sagt deutlich:

" Wenn das so kommt werden wir kleinen mittelständischen Reisebüros kaum eine Überlebenschance haben".

Jetzt müssen alle Kräfte mobilisiert werden um die Reisebürobranche vor Schaden zu bewahren, darin sind sich Anja Wagner-Scheid und Bernd Wegner, MdL, einig:

 

Bildquellen "Presse": Tim Reckmann/pixelio.de
Bildquellen "Reisebüro": mit-saar.de